zdi: Erfolgreich ins Jahr 2026

Die Zahlen steigen, die Projekte werden vielfältiger: Bei der jüngsten Lenkungsgruppensitzung des zdi-Netzwerks in Düsseldorf, ein Projekt unserer Stiftung, wurde deutlich: Die Arbeit wächst!

Mehr Jugendliche erreicht – aber weniger Partner

Rund 4.000 Schüler:innen hat das zdi-Netzwerk im Jahr 2025 erreicht – ein deutlicher Anstieg gegenüber 3.500 im Vorjahr. Auch die Zahl der Workshops kletterte auf 227. Hinter diesen Zahlen steckt ein dichtes Netzwerk aus Schulen, externen Partnern und Dozent:innen, das Jugendlichen praxisnah Einblicke in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bietet, denn: Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen gelten als Rückgrat der praxisorientierten Bildungsarbeit.

Lernen mit Virtual Reality und Energiewende

Inhaltlich setzt das Netzwerk verstärkt auf aktuelle Themen. Neue Workshopformate wie „Green Reality“ mit Virtual-Reality-Technik oder Projekte zur Energiewende zeigen, wohin die Reise geht. Auch kreative Ansätze – etwa „Du bist, was Du siehst“ oder „Last of us“ – sollen Jugendliche stärker ansprechen.

Auffällig: Die Projekte bleiben nicht theoretisch. Statt Frontalunterricht dominieren Teamarbeit, agile Methoden und praktische Anwendungen. Ziel ist es, Kompetenzen zu vermitteln, die über reines Fachwissen hinausgehen.

Fokus auf benachteiligte Gruppen

Ein zentrales Projekt ist „Zukunft stärken – Mit MINT Chancen verbessern“, gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen. Hier richtet sich der Blick gezielt auf sogenannte „Easy-to-Ignore-Gruppen“ – Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen.

Mit Workshops, AGs und Ferienprogrammen will man gerade Grundschüler:innen früh erreichen. Erste Erfolge sind sichtbar: Kooperationen mit sieben Schulen laufen bereits, weitere sollen folgen. Auch der Ausbau des offenen Ganztags spielt eine wichtige Rolle.

Ferienprogramme

Beliebt bleibt auch die „Adventure School“, die allerdings aus Gründen der Ressourcen reduziert wird auf insgesamt drei Wochen in den Sommerferien. Andere Bereiche gewinnen an Bedeutung. Das Projekt „Zukunft stärken“ wird deutlich aufgestockt, und auch neue Initiativen erhalten Mittel.

Coding trifft Musik: Neues Projekt „AlgoRhythmus“

Ein Beispiel dafür ist das neue Projekt „AlgoRhythmus“. Hier sollen Schüler:innen der Klassen 5 und 6 über Musik ans Programmieren herangeführt werden. Gemeinsam mit Partnern aus Hochschule, Wirtschaft und Kultur entsteht ein Ansatz, der technische und kreative Bildung verbindet.

Die Idee dahinter: niedrigschwellige Zugänge schaffen. Wenn Jugendliche über Musik erste Coding-Erfahrungen sammeln, sinkt die Hemmschwelle gegenüber technischen Themen.

Berufsorientierung rückt stärker in den Fokus

Neben der klassischen Bildungsarbeit gewinnt ein weiteres Ziel an Gewicht: die Fachkräftesicherung. Projekte wie geplante Messebesuche oder auch das Programm „Azubi+“ sollen Jugendlichen konkrete Einblicke in Ausbildungsberufe geben.

Gerade das Handwerk rückt stärker in den Fokus. Kooperationen mit Betrieben sind ausdrücklich erwünscht – auch, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Auf Wachstumskurs mit offenen Baustellen

Das zdi-Netzwerk Düsseldorf zeigt, wie moderne MINT-Förderung aussehen kann: praxisnah, vernetzt und zunehmend zielgruppenspezifisch. Die steigenden Teilnehmerzahlen bestätigen den Bedarf.

Doch gleichzeitig wird deutlich: Wachstum bringt neue Anforderungen mit sich. Mehr Kooperationen, stabile Finanzierung und langfristige Strukturen sind und bleiben entscheidend für nachhaltige Bildungsangebote.

Foto: Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, mit unserem zdi-Team Düsseldorf unserer Stiftung Pro Ausbildung