Stiftung trauert um ihren Vorsitzenden

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Stiftung trauert um ihren Vorsitzenden

Dietmar Meder. Foto: Frank Wiedemeier

Mit großer Trauer müssen wir mitteilen, dass unser Vorsitzender, Herr Dietmar Meder, am 21. November 2020 verstorben ist.

Dietmar Meder wurde 1952 geboren und lebte bis zuletzt in Schwalmtal. Seit 2020 war Herr Meder Vorsitzender unserer Stiftung. Von 1970 (einschließlich seiner Berufsausbildung und betriebswirtschaftlicher Ausbildung) bis zu seinem Ruhestand 2012 arbeitete er im Hause der heutigen Daimler AG in Düsseldorf . In dieser Zeit war er in diversen Fach- und Führungsfunktionen tätig: 4 Jahre als Einkäufer, 10 Jahre im Finanz- und Rechnungswesen/Controlling, 7 Jahre im Bildungsbereich und 19 Jahre in der Personalleitung. Von 2004 bis zu seinem Ruhestand hatte er als Personalleiter VAN im Hause der Daimler AG die Personalverantwortung für rund 15 000 Beschäftigte weltweit.

Besonders wichtig war für ihn die Bildungsarbeit und deshalb unterstützte er auch vehement die Gründung der Stiftung PRO AUSBILDUNG. Entlang der gesamten Bildungskette von der Kita bis zur Hochschule engagierte sich Dietmar Meder. Ihm war es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen mit ihren Talenten und Stärken gefördert wurden, um ihr Leben nach ihren Werten leben zu können. Er setzte sich immer für eine gute Vernetzung von Unternehmen und Schulen sowie für eine Verantwortungsgemeinschaft im Themenbereich Bildung ein.

An dieser Stelle sollte und muss sogar erwähnt werden, dass er in diesem Zusammenhang immer auch die Wichtigkeit der Dualen Ausbildung betonte. In einem BLOG-Post schrieb er kürzlich:

Die Wirtschaft ist sich ihrer Verantwortung völlig bewusst: Nur wenn die Wirtschaft ausbildet, sichert sie sich die Fachkräfte, die sie morgen braucht. Und für junge Menschen ist die duale Ausbildung zugleich die Eintrittskarte in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Ausdrücklich ermuntere ich die Betriebe in Nordrhein-Westfalen, in der Ausbildung nicht nachzulassen. Ich weiß, dass es oft schwierig ist, geeignete Bewerber zu finden. Und natürlich wollen die Betriebe die Ausbildungsplätze, die sie anbieten, auch erfolgreich besetzen. Ich finde es gut, dass schon heute nach dem Prinzip „Nicht der beste, sondern der passendste“ verfahren wird. Denn es lohnt immer, auch einmal nach rechts und links zu schauen und andere Zielgruppen in den Blick zu nehmen.

Ein Erfolgsrezept ist auch, wenn sich Betriebe frühzeitig aufmachen und auf junge Menschen zugehen. Schnuppertage und Praktika für Schüler im Betrieb sind immer eine gute Möglichkeit, sich gegenseitig kennen zu lernen. Die Schüler können sehen, was sich hinter einer Ausbildung verbirgt und welche Perspektiven sie ihnen bietet. Der Betrieb kann sich präsentieren, junge Menschen kennen lernen und für sich gewinnen. Nicht selten sind dabei auch schon verborgene Talente entdeckt und für eine Ausbildung gewonnen worden.

„Für junge Menschen ist die duale Ausbildung zugleich die Eintrittskarte in eine erfolgreiche berufliche Zukunft.“

Die Unternehmen können selbst viel tun, doch sie brauchen auch Unterstützung, etwa von den Schulen: Sie können dafür sorgen, dass junge Menschen auf eine Ausbildung gut vorbereitet sind. Hier ist die Bildungspolitik gefordert. Schulabgänger müssen mit dem erforderlichen Rüstzeug für den weiteren Bildungsweg ausgestattet werden. Wenn die Wirtschaft hier auf Defizite hinweist, ist das keine Pauschalkritik an den jungen Menschen oder eine Ausrede für weniger Ausbildung. Es ist die reale Erfahrung zahlreicher Ausbildungsbetriebe, dass zu viele Bewerber Probleme etwa mit Rechtschreibung, Prozentrechnung oder Dreisatz haben.

Zur Vorbereitung junger Menschen auf die Ausbildung gehört auch eine fundierte Berufsorientierung. In Nordrhein-Westfalen sind wir mit der Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) auf einem guten Weg. Ich halte es nach wie vor für richtig und wichtig, Berufsorientierung fest an allen Schulen für alle Schülerinnen und Schüler zu verankern. Berufsorientierung gehört in die Schule. Und die Wirtschaft leistet hierzu ihren Beitrag. Denn wir wissen, dass Schule Berufsorientierung nicht alleine vermitteln kann, sondern dafür Partner aus der betrieblichen Praxis braucht.

Ein besonderes Anliegen ist mir auch die gesellschaftliche Wahrnehmung von Ausbildung. Denn diese entscheidet mit darüber, ob die Ausbildung auch künftig noch zum Erfolg des Wirtschaftsstandorts und den Zukunftsperspektiven junger Menschen beitragen kann. Der Wirtschaft kommt neben Politik und Medien dabei eine besondere Rolle zu, um zu zeigen, dass duale Ausbildung ein attraktiver Bildungsweg ist, der moderne Berufe vermittelt, Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bietet und Grundlage für erfolgreiche Karrieren ist.

Mit seinem umfassenden Fachwissen war Dietmar Meder immer ein kompetenter Ansprechpartner für Kollegen, Mitglieder und Mitarbeiter der Verbände. Sein ehrenamtliches Wirken war für ihn eine Berufung, er liebte und lebte die Arbeit in den Verbänden. Er war maßgeblich am Erfolg unserer Stiftung beteiligt. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.