Erste Schule bekommt academy-Zertifikat

Die Katholische Hauptschule an der Itterstraße in Holthausen erhielt jetzt als erste Schule in der Landeshauptstadt das Zertifikat der Girls + Boys academy. Projektträger ist unsere Stiftung PRO AUSBILDUNG. Finanziert wird die academy von der Agentur für Arbeit Düsseldorf und der Landeshauptstadt Düsseldorf. Ideeller Projektpartner ist das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Unser Bild zeigt die Schulleiterin Gabriele Lohscheller (Mitte) mit Julia Schneiders (rechts; Studien- und Berufswahlkoordinatorin) und Projektreferentin Ilka Hüsges.

Die „Girls and Boys Academy“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10, die Spaß an Technik, Naturwissenschaft und sozialen Berufen haben. Sie begleitet Mädchen und Jungen in einem intensiven, kontinuierlichen Prozess, bei dem sie ihre Persönlichkeit entwickeln, ihre Interessen erkunden, ihre Stärken entdecken, soziale Kompetenzen erlernen, sich selbst reflektieren sowie weibliche bzw. männliche Vorbilder in den jeweiligen Berufsfeldern kennenlernen. Dabei setzt die Academy auf eine geschlechterneutrale Berufswahl- und Stärkenorientierung. Die Inhalte bauen auf lern- und erlebnispädagogische Elemente sowie praxisorientierte Übungen zur Stärkenfindung. Zudem hinterfragen die Begleiter mit den Schülerinnen und Schüler Rollenklischees mit Hilfe von genderuntypischen Berufsvorbildern.

„Störungssichere“ Videocalls in der Beruflichen Orientierung

+ Die Teilnehmer erhalten eine persönliche Einladung und melden sich persönlich per Email für ein Meeting an. Sie erhalten anschließend eine persönliche Email mit den Zugangsdaten.

+ Zu Beginn eines Meetings müssen sich die Teilnehmer mit dem richtigen Namen und

einem Kennwort identifizieren. Zunächst befinden sich die Teilnehmer in einem Warteraum und werden nach Identifizierung in den Meetingraum eingelassen.

+ Grundsätzlich kann man verlangen, dass Kameras eingeschaltet werden – dies könnte die Hemmschwelle erhöhen.

+ Andere von uns befragten Experten empfehlen das Gegenteil, nämlich das eine Videoteilnahme nicht möglich ist. Dies verhindert, dass man zumindest visuell die übrige Teilnehmerschaft nicht belästigen kann.

+ Alle Mikrophone werden gemutet. Wer eine Frage/Wortmeldung hat, kann dafür ein „F“ für Frage bzw. ein „W“ für Wortmeldung in den Chat schreiben.

+ Video und Audio werden grundsätzlich abgeschaltet. Rückmeldungen sind nur per Email möglich.

+ Meetings werden über andere Plattformen ausgestrahlt und interaktive Funktionen werden nicht aktiviert (z.B. Vimeo oder YouTube).

+ Störende Teilnehmer werden gesperrt und nicht mehr ins laufende Meeting eingelassen.

+ Es ist möglich über den Plattform-Betreiber IP-Adressen aufzeichnen zu lassen. Für spätere Anzeigen bei der Polizei werden ebenfalls IP-Adressen benötigt.

+ Auch wenn IP-Adressen nicht aufgezeichnet werden, könnte man dies vorab mitteilen, um die Hemmschwelle zu erhöhen.

+ Man kann vorab mitteilen, dass aus Gründen der Dokumentation und aus Gründen der Qualitätssicherung die Meetings per Video aufgezeichnet werden. Mit Ihrer Teilnahme erteilen die Nutzerinnen und Nutzer dafür ihr Einverständnis (bei minderjährigen Teilnehmer/innen müssten diese Erklärung auch die Eltern abgeben).

+ Alle schulischen Meetings, ob schulintern oder schulextern, unterliegen der Schulordnung. Fehlverhalten in den Live-Veranstaltungen können disziplinarische Sanktionen nach sich ziehen.

+ In den unterschiedlichen Meetingstools gibt es unterschiedliche „Sicherheitsvorkehrungen“. Alle Plattformbetreiber arbeiten ständig daran, ihre Plattformen sicherer zu machen.

+ Verschiedene Projekte der Beruflichen Orientierung haben einen digitalen Knigge entwickelt. Diese sind abrufbar (zum Beispiel in Düsseldorf zum „Digi-DOP“, dem digitalen Orientierungspraktikum).

+ Eine gute Lösung bietet Jitsi-Meet, wenn man dieses Videokonferenztool über das Medienportal des Medienzentrums nutzt (Edmond NRW). Vorteile: (1) Nur Lehrkräfte können Konferenzräume erzeugen und Sitzungen ermöglichen, während die Schülerinnen und Schüler über anonyme EDU_IDs an Sitzungen teilnehmen. (2) Die Raumkennungen existiert nur für die Dauer einer Sitzung, an deren Ende alle Daten rückstandslos gelöscht werden. Die Aufzeichnungsfunktion von Jitsi ist serverseitig deaktiviert. (3) Durch die Freigabe des eigenen Computer-Desktops können anderen Teilnehmer Inhalte (z.B. Präsentationen oder Dokumente) gezeigt werden. (4) Weitergeleitete Links werden sofort unbrauchbar.

Matching-Beraterinnen für den Ausbildungsmarkt

Die Corona-Pandemie trifft auch den Übergang von der Schule in den Beruf und somit den Einstieg in die berufliche Ausbildung. Mit Blick auf einen weiterhin stabilen Düsseldorfer Ausbildungsmarkt, kommt der Ansprache junger Menschen sowie der Zusammenführung mit ausbildenden Betrieben eine besonders hohe Bedeutung zu. Das Ziel ist, das gute Niveau von neuen Ausbildungsverträgen in Düsseldorf im Jahr 2021 zu erhalten. Dazu sollen ausbildende Betriebe bei der Sicherung ihres zukünftigen Fachkräftebedarfs unterstützt werden.

Die Stiftung Pro Ausbildung begleitet mit einem neuen und niedrigschwelligen Matching-Programm und zusätzlichen personellen Kapazitäten die Besetzung konkreter offener Ausbildungsplätze als Unterstützung für ausbildende Betriebe in Düsseldorf.

Zum Aufgabenbereich gehört:

  • Unterstützung von Betrieben bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen durch Bewerberakquise
  • Identifikation von ausbildungsinteressierten Jugendlichen durch zielgruppenspezifische Ansprache
  • Unterstützung der Vermittlung von Jugendlichen in betriebliche Ausbildungsverhältnisse
  • Begleitung der Zusammenführung von ausbildenden Betrieben und ausbildungsinteressierten jungen Menschen

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.

Interessierte Unternehmen und Schülerinnen und Schüler melden sich bei der Stiftung Pro Ausbildung unter:

Ilka Hüsges
Stiftung PRO AUSBILDUNG
Achenbachstraße 28, 40237 Düsseldorf
0211-66908-32 | huesges@unternehmerschaft.de

Ines Becker-Hansen
Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V.
Achenbachstraße 28, 40237 Düsseldorf
0211-66908-13 | beckerhansen@unternehmerschaft.de

Ferienakademie 2021- nach 15 Jahren das erste Mal virtuell

Seit 15 Jahren findet in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die Ferienakademie, ein Unternehmensplanspiel für Studierende, statt. Sie haben die Möglichkeit, erste betriebswirtschaftliche Erfahrungen zu sammeln und zu erleben, um zu erkunden, wie es ist, ein eigenes Unternehmen zu führen. 

Die letzten Jahre haben sich die Teilnehmer, Referenten und Organisatoren in der Düsseldorfer Jugendherberge, mitten im Herzen von Oberkassel getroffen. Analoger ging es nicht, denn die Teilnehmer brachten ihre ausgedruckten Programme, Taschenrechner, Bleistifte und Radiergummis mit. Es gab große Pinnwände für Rechnungen und Regeln, Legosteine mit denen die Teilnehmer ihre Strategien planten und in den Pausen Zeit für regen Austausch und ein Kennenlernen. 

Und dann kam Corona!

2021 sah alles etwas anders aus: Keine Jugendherberge, kein gemeinsames Essen und kein echtes Treffen für den Wettbewerb. Das Planspiel startete erstmalig digital! Gemeinsam mit Planspiel-Profiunternehmen MARGA business simulations wurde die Ferienakademie neu geschrieben. MARGA bietet Planspiele an, die betriebswirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und Management erlebbar machen. Verschiedene Teams leiten ihr eigenes virtuelles Unternehmen, entwickeln Strategien und stehen dabei in einem dynamischen und spannenden Wettbewerb zu anderen Teams. MARGA hat eine umfangreiche Software entwickelt, die das Planspiel zur (fiktiven) Realität werden lässt. Produktpreise, Werbebudgets und Absatzpläne können bestimmt werden, das Team entscheidet welche Absatzmengen produziert werden, Mitarbeiter können eingestellt, weitergebildet und entlassen werden. Sogar Kapitalflussrechnungen, Bilanzen und vieles mehr werden von der Software berechnet, erstellt und angepasst. Das Ziel des Planspiels ist es, den sogenannten MARGA Value Added (Unternehmenswert) zu steigern. 

Tag 1: Ferienakademie neu gedacht – Los geht’s!

 „An der Besprechung teilnehmen“ war der Startschuss für die Ferienakademie 2021. Über MS Teams trafen sich 20 Teilnehmer, das MARGA – und Organisationsteam zum allerersten virtuellen Planspiel. Nach einer Einführung in den Tag, Vorstellungsrunde und Softwareerklärung ging es in die ersten Testphasen. Hier galt es, sich auszuprobieren und ein Gefühl für Zahlen und deren Bedeutung zu bekommen. Nach der ersten Testphase wurde der Markt simuliert, die Teilnehmer konnten ihre Ergebnisse und die der anderen sehen. Neugierig ging es in die zweite Testphase und die Teams versuchten bereits, basierend auf den Ergebnissen, Entscheidungen zu treffen. 

Tag 2: Challenge accepted oder auch „das Tal der Tränen“!

Der Tag startete mit einem spannenden Vortrag von anymotion über die Produktvermarktung im Zeitalter des digitalen Wandels. Es ging darum, wie wichtig digitales/online Marketing im heutigen Zeitalter ist, welche Strategien verfolgt und wie sie umgesetzt werden. Coffeebreak und weiter geht‘s! Die Teams zogen sich in ihre virtuellen Besprechungsräume zurück und fingen an Strategien zu entwickeln, zu diskutieren und zu planen. In der zweiten Periode kam nun die erste Herausforderung auf die Studierende zu: Die Urlaubsperiode! Oder wie das MARGA Team sie nannte „das Tal der Tränen“, denn es musste vorausschauend und strategisch geplant werden, um die nächste Periode zu überleben. Eins war also sicher: Erfolge wurden an Tag 2 nur klein geschrieben.

Tag 3: Love Shower

Tag 3 eröffnete die Expertin Prof. Dr. Eva Bracht mit ihrem Vortrag Unternehmensziele und Controlling/Finanzplanung. Fokus hierbei: die Planung von Investitionen und auf die sogenannte Liquiditätsplanung. Außerdem haben die Teilnehmer die Bedeutung von wichtigen Rentabilitätsanalysen kennenglernt. Nach großem Zahlenwirrwarr war die Love Shower bitter nötig! Jedes Teammitglied durfte eine Minute lang Lob und Liebe von den Teammitgliedern zu spüren bekommen, um so motivierter in die nächsten Perioden zu starten. Ein toller Moment! Erster Zwischenstand:Jedes Unternehmen hatte die Urlaubsperiode überlebt und es ging direkt an die nächste Planung. Bei den Teilnehmern immer im Hinterkopf: Der morgige und alles entscheidende Tag. 

Tag 4: Siegertreppchen zum Greifen nah!

Aber erst tauchte Klaus Stricker mit den Teilnehmern in die Welt des Personalmanagements ein. Klaus Stricker, ehemaliger Personalleiter bei BOSCH, bot einen ausführlichen Einblick in die Bereiche der Personalauswahl, -entwicklung, -entlohnung und -beteiligung. Anspannung steigt! Damit ging es in die letzte und fünfte Periode. Alle Teams hatten gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche letzte Periode geschaffen. Nun ging es um jeden Cent und jeden Prozentsatz des Marktanteils. 

Zur Hauptversammlung trafen alle Teams wieder zusammen, offenbarten ihre Strategien, Ziele und Herausforderungen. Die Spannung der Teilnehmer war auf dem Höhepunkt. Das MARGA Team schickte die MVA (MARGA Value Added) Balken der Unternehmen ins Rennen! Am Ende gab es nur einen Sieger 2021. Doch eigentlich war jeder ein Sieger und niemand ging leer aus: Neben Urkunden und MARGA Oscar, sammelten alle erste Erfahrungen für das spätere Berufsleben. 

Fazit der ersten digitalen Ferienakademie:

Auch wenn die Teilnehmer sich nur virtuell treffen konnten, gab es einen starken und ehrgeizigen Teamgeist. Alle Teilnehmer hat der Unternehmensgeist gepackt und berichteten von ausschließlich positiven Erfahrungen. Trotz den entsprechenden Umständen war das Planspiel ein voller Erfolg und geht schon bald in die nächste Runde.

Stiftung erfolgreich re-zertifiziert

Unsere Stiftung, das Kompetenzzentrum und das Programm „Kluge Köpfe“ wurde von der Zertifizierungsagentur certqua erfolgreich re-zertifiziert. Das bedeutet: die Programme der Beruflichen Orientierung, die Module in Kitas und Grundschulen sowie unsere Angebote für die Studierende sind höchst effektiv und wirksam.

Das Thema „Wirksamkeit“ beschäftigt uns bereits seit vielen Jahren. Welche Wirkung erzielen wir mit unseren Projekten? Mit welchen Verfahren und mit welchem Ziel wollen und können wir das ermitteln? Wie können wir unsere Arbeit so reflektieren und weiterentwickeln, dass wir unsere Mittel sinnvoll einsetzen und den Stiftungszweck bestmöglich erfüllen?

Unsere Tätigkeitsfelder und Zielgruppen sind komplex. Es geht um Menschen und Systeme. Und es geht um die Orte, an denen Menschen arbeiten und lernen. Gewünschte oder mögliche Wirkungen zu definieren und zu erfassen, ist eine anspruchs- und verantwortungsvolle Aufgabe.

Wir evaluieren deshalb regelmäßig unsere Programme und Projekte. Aber, wir benötigen auch die Unterstützung von den Beteiligten und von externen Expertinnen und Experten. Wir diskutieren mit Ihnen, spielen mit ihnen verschiedene Optionen durch und denken mit ihnen „das Neue“.

Wirksamkeit ist für uns ein Prozess, der immer weiterführt – auch über vorab definierte Ziele und Ergebnisse hinaus. Ein Prozess, der für alle Beteiligten Entwicklung und Veränderung zur Folge hat. So verändern wir unsere Programme und Projekte regelmäßig. Ich will nicht „ständig“ sagen, denn dies würde eine gewissen Instabilität und Unsicherheit hervorrufen. Aber, eine gewisse „Regelmäßigkeit“ ist wichtig. So überprüfen wir uns beispielsweise regelmäßig nach einer Staffel eines Programms. Kaum ein Programm wird immer durchgeführt.

Viele Projekte und Programme, mit einigen Ausnahmen wie dem Berufswahlpass, den MINTagenten, dem zdi, den Ausbildungsbotschafter und z.B. Wirtschaft Pro Schule, laufen innerhalb eines Projektjahres einige Wochen. Ist eine solche Staffel (eine Staffel findet einmal oder mehrmals im Jahr statt) abgeschlossen, beraten wir uns mit den Beteiligten (also z.B. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräften und Unternehmensvertretern), nehmen Verbesserungsideen auf, diskutieren sie und setzen sie anschließend um, wenn sie umsetzbar sind. Am Ende ist dies natürlich immer eine Frage der personellen, finanziellen und sachlichen Ressourcen.

In diesem Sinne freuen wir uns auf ein neues „wirksames“ Stiftungsjahr.

Christoph Sochart
– Geschäftsführer-

Erster Thementag digital

Es ist eigentlich wie in jedem Jahr. Aber, nur „eigentlich“. …

Unsere Stiftung ist gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf federführend, wenn es um das Thema „Berufliche Orientierung“ geht.

Zu Beginn eines neuen Schuljahres werden die Klassenlehrer der neuen 8. Klasse über alle Module der Beruflichen Orientierung informiert. Sie erhalten alle Detailinformationen, Zeitpläne, Checklisten und können sich direkt live mit den Experten der Beruflichen Orientierung vernetzen.

Im Corona-Jahr 2020 geht das natürlich nicht analog und so wurde in wenigen Wochen ein digitaler „Thementag“ konzipiert.

Stiftung trauert um ihren Vorsitzenden

Dietmar Meder. Foto: Frank Wiedemeier

Mit großer Trauer müssen wir mitteilen, dass unser Vorsitzender, Herr Dietmar Meder, am 21. November 2020 verstorben ist.

Dietmar Meder wurde 1952 geboren und lebte bis zuletzt in Schwalmtal. Seit 2020 war Herr Meder Vorsitzender unserer Stiftung. Von 1970 (einschließlich seiner Berufsausbildung und betriebswirtschaftlicher Ausbildung) bis zu seinem Ruhestand 2012 arbeitete er im Hause der heutigen Daimler AG in Düsseldorf . In dieser Zeit war er in diversen Fach- und Führungsfunktionen tätig: 4 Jahre als Einkäufer, 10 Jahre im Finanz- und Rechnungswesen/Controlling, 7 Jahre im Bildungsbereich und 19 Jahre in der Personalleitung. Von 2004 bis zu seinem Ruhestand hatte er als Personalleiter VAN im Hause der Daimler AG die Personalverantwortung für rund 15 000 Beschäftigte weltweit.

Besonders wichtig war für ihn die Bildungsarbeit und deshalb unterstützte er auch vehement die Gründung der Stiftung PRO AUSBILDUNG. Entlang der gesamten Bildungskette von der Kita bis zur Hochschule engagierte sich Dietmar Meder. Ihm war es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen mit ihren Talenten und Stärken gefördert wurden, um ihr Leben nach ihren Werten leben zu können. Er setzte sich immer für eine gute Vernetzung von Unternehmen und Schulen sowie für eine Verantwortungsgemeinschaft im Themenbereich Bildung ein.

An dieser Stelle sollte und muss sogar erwähnt werden, dass er in diesem Zusammenhang immer auch die Wichtigkeit der Dualen Ausbildung betonte. In einem BLOG-Post schrieb er kürzlich:

Die Wirtschaft ist sich ihrer Verantwortung völlig bewusst: Nur wenn die Wirtschaft ausbildet, sichert sie sich die Fachkräfte, die sie morgen braucht. Und für junge Menschen ist die duale Ausbildung zugleich die Eintrittskarte in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Ausdrücklich ermuntere ich die Betriebe in Nordrhein-Westfalen, in der Ausbildung nicht nachzulassen. Ich weiß, dass es oft schwierig ist, geeignete Bewerber zu finden. Und natürlich wollen die Betriebe die Ausbildungsplätze, die sie anbieten, auch erfolgreich besetzen. Ich finde es gut, dass schon heute nach dem Prinzip „Nicht der beste, sondern der passendste“ verfahren wird. Denn es lohnt immer, auch einmal nach rechts und links zu schauen und andere Zielgruppen in den Blick zu nehmen.

Ein Erfolgsrezept ist auch, wenn sich Betriebe frühzeitig aufmachen und auf junge Menschen zugehen. Schnuppertage und Praktika für Schüler im Betrieb sind immer eine gute Möglichkeit, sich gegenseitig kennen zu lernen. Die Schüler können sehen, was sich hinter einer Ausbildung verbirgt und welche Perspektiven sie ihnen bietet. Der Betrieb kann sich präsentieren, junge Menschen kennen lernen und für sich gewinnen. Nicht selten sind dabei auch schon verborgene Talente entdeckt und für eine Ausbildung gewonnen worden.

„Für junge Menschen ist die duale Ausbildung zugleich die Eintrittskarte in eine erfolgreiche berufliche Zukunft.“

Die Unternehmen können selbst viel tun, doch sie brauchen auch Unterstützung, etwa von den Schulen: Sie können dafür sorgen, dass junge Menschen auf eine Ausbildung gut vorbereitet sind. Hier ist die Bildungspolitik gefordert. Schulabgänger müssen mit dem erforderlichen Rüstzeug für den weiteren Bildungsweg ausgestattet werden. Wenn die Wirtschaft hier auf Defizite hinweist, ist das keine Pauschalkritik an den jungen Menschen oder eine Ausrede für weniger Ausbildung. Es ist die reale Erfahrung zahlreicher Ausbildungsbetriebe, dass zu viele Bewerber Probleme etwa mit Rechtschreibung, Prozentrechnung oder Dreisatz haben.

Zur Vorbereitung junger Menschen auf die Ausbildung gehört auch eine fundierte Berufsorientierung. In Nordrhein-Westfalen sind wir mit der Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) auf einem guten Weg. Ich halte es nach wie vor für richtig und wichtig, Berufsorientierung fest an allen Schulen für alle Schülerinnen und Schüler zu verankern. Berufsorientierung gehört in die Schule. Und die Wirtschaft leistet hierzu ihren Beitrag. Denn wir wissen, dass Schule Berufsorientierung nicht alleine vermitteln kann, sondern dafür Partner aus der betrieblichen Praxis braucht.

Ein besonderes Anliegen ist mir auch die gesellschaftliche Wahrnehmung von Ausbildung. Denn diese entscheidet mit darüber, ob die Ausbildung auch künftig noch zum Erfolg des Wirtschaftsstandorts und den Zukunftsperspektiven junger Menschen beitragen kann. Der Wirtschaft kommt neben Politik und Medien dabei eine besondere Rolle zu, um zu zeigen, dass duale Ausbildung ein attraktiver Bildungsweg ist, der moderne Berufe vermittelt, Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bietet und Grundlage für erfolgreiche Karrieren ist.

Mit seinem umfassenden Fachwissen war Dietmar Meder immer ein kompetenter Ansprechpartner für Kollegen, Mitglieder und Mitarbeiter der Verbände. Sein ehrenamtliches Wirken war für ihn eine Berufung, er liebte und lebte die Arbeit in den Verbänden. Er war maßgeblich am Erfolg unserer Stiftung beteiligt. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Stiftungs-Initiativen unterstützen Herbstakademie der Landeshauptstadt – Kooperation mit der…

Rund 600 Kinder kamen in den Genuss der Herbstakademie der Landeshauptstadt Düsseldorf. Schwerpunkte waren die Programmelemente zweier Initiativen unserer Stiftung PRO AUSBILDUNG: dem zdi (MINT) und der Girls and Boys academy. Unterstützt wurde das Programm außerdem von der Bürgerstiftung Düsseldorf / ein Bericht von Gregor Nachtwey

In den vergangenen Sommerferien startete die Landeshauptstadt erstmals ein kostenloses und freiwilliges Bildungsprogramm für Schülerinnen und Schüler Düsseldorfs. Aufgrund des großen Zuspruchs wurde entschieden, das Bildungsangebot auch für die Dauer der Herbstferien anzubieten. Hierbei beteiligte sich nun auch die BürgerStiftung Düsseldorf an der Finanzierung des Herbstferien-Programms. Bereits im letzten Jahr hatte sich die Bürgerstiftung über ihr Mentorenprogramm Sprungbrett in das Projekt „Komm auf Tour, deine Stärken, deine Zukunft.“ einbringen können. Mit dabei waren seinerzeit und auch jetzt wieder das Schulverwaltungsamt und die Düsseldorfer Stiftung Pro Ausbildung. Die Zielgruppe für das erneute stattfindende Ferien Bildungsangebot blieb unverändert: Es kommen Jugendliche zum Zug, die eine besondere Unterstützung benötigen, weil in ihrem Umfeld Bildungsförderung aus unterschiedlichsten Gründen nicht selbstverständlich ist. So wurden für das Herbstferienprogramm im Vorfeld in besonderem Maße in Düsseldorfer Haupt-, Gesamt- und Realschulen geworben. In der Anmeldephase wurden dann Schülerinnen und Schüler dieser Schulformen besonders berücksichtigt.

Und das erlebten die rund 560 Jugendlichen in den zwei Wochen vom 12. bis 23. Oktober: Spannende Dinge aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – kurz: MINT – konnten spielerisch in insgesamt 33 Workshops erfahren werden. Hierfür standen knapp 70 Dozenten bereit, die dafür sorgten, dass Spiel, Spaß und Wissensvermittlung in einem Gleichklang standen und immer wieder begeisterten. Programmieren, 3D-Druck, 3D-Animation, App- und Spieleentwicklung, Medienerstellung, Robotik und das Thema Nachhaltigkeit standen dabei im Fokus. 14 Tage lang konnten sich Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen in ein- bis fünftägigen Workshops jeweils von 9 bis 15 Uhr in den Räumlichkeiten des Heinrich-Hertz-Berufskollegs voll entfalten. Es war eine Freude, zu sehen, was die Jugendlichen dabei für Ergebnisse erzielten und das, obwohl die meisten ohne Vorkenntnisse an die Sache herangegangen waren.

Zudem fanden in der Sporthalle der Freiherr-von-Stein-Realschule an zwei Tagen Workshops zur Stärkenentwicklung und zur Förderung von Teamfähigkeit statt. Organisiert wurden diese Angebote von der Stiftung Pro Ausbildung im Rahmen der neuen Girls & Boys Academie. Unter dem Titel „Entdecke die Stärken in dir!“ konnten Jungen und Mädchen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, konnten beim Erklimmen von „Bergen“ ihre Kräfte einsetzen und konnten dabei zeigen, dass mit Teambuilding viel erreicht werden kann. Am Ende des Tages nahmen die  Jugendlichen stolz jeweils drei Stärkenkarten mit nach Hause, die sie sich selbst erarbeitet hatten.

Die Bürgerstiftung förderte über das Stipendiaten-Ressort bzw. das Projekt Sprungbrett das außergewöhnliche Düsseldorfer Herbstferienprogramm mit 25.000 EUR und leistete damit insbesondere für die Jugendlichen einen wertvollen Beitrag in einer Corona bedingt schwierigen Zeit, in der es häufig an praktischen, erfahrbaren Bildungsangeboten mangelt.

Neue Botschafterschulen

Am bundesweiten Netzwerktag Berufswahl-SIEGEL wurden die SIEGEL-Botschafterschulen 2020 ausgezeichnet. Sie sind besonders engagiert dabei, jungen Menschen auch die Selbstständigkeit als spätere berufliche Option aufzuzeigen. Ingo Kramer ist mit Leidenschaft selbstständiger Unternehmer. Als Arbeitgeberpräsident und Schirmherr des SIEGEL-Netzwerks gratulierte er den neuen Botschafterschulen 2020 herzlich! In Düsseldorf überreichten Ezgi Yildiz und Christoph Sochart vom Berufswahlsiegel NRW die begehrten Auszeichnungen an das Goethe-Gymnasium im Zoo-Viertel (Foto oben) und an das Max-Planck-Gymnasium in Stockum. Die Schulleiter Ralf Schreiber (Goethe) und Corinna Lowin nahmen mit ihren Lehrkräften die Auszeichnung entgegen.

Unsere Girls Boys academy startet eigene Webseite

Die Girls Boys academy, die unsere Stiftung für die Agentur für Arbeit, für die Städte Gelsenkirchen und Düsseldorf sowie für das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen verantwortlich durchführen an den Standorten Gelsenkirchen und Düsseldorf, startet jetzt eine eigene Informations- und Kommunikationsplattform unter https://stiftung-proausbildung-academy.de.

Auf dieser Webseite können sich Schülerinnen und Schüler für das Programm anmelden, Eltern, Lehrkräfte, Schüler und andere Interessierte können sich über das Programm informieren und die Programmleitung kontaktieren.

Die academy richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10, die Spaß an Technik, Naturwissenschaft und sozialen Berufen haben. Sie findet innerhalb eines Schuljahres als Arbeitsgemeinschaft statt und kann an jeder allgemeinbildenden Schule durchgeführt werden.

Die Schülerinnen und Schüler lernen die Inhalte anhand praktischer Arbeiten bei verschiedenen Bildungspartnern wie Unternehmen und Hochschulen kennen. Darüber hinaus werden Kommunikations- und Präsentationstrainings angeboten, die in der Schule aber auch später im Beruf einen optimalen Auftritt garantieren. Über Vorbilder werden die Schüler noch enger an die “Gender”- Thematik herangeführt.