500 Schüler beim Berufsparcours

In kleinen Gruppen zogen 500 Schülerinnen und Schüler von verschiedenen Düsseldorfer Schulen durch die Aula der Justus-von-Liebig-Realschule an der Ottweilerstraße – aufmerksam und neugierig. An verschiedenen Stationen waren jeweils kleine Aufgaben vorbereitet, für deren Bewältigung sie rund zehn Minuten Zeit hatten.

Dann ging es zur nächsten Station. Es handelte sich immer um eine berufsbezogene Aufgabe. Die Jugendlichen sollten aktiv erleben und begreifen, auf was es im jeweiligen Beruf ankommt. „Beim Berufsparcours haben sie die Chance, nicht nur neue Berufe kennenzulernen, sondern gleichzeitig praktisch zu testen, ob sie eine Begabung dafür haben“, sagte Lisa Bäcker, Referentin bei der Stiftung Pro Ausbildung, einer Initiative der Düsseldorfer Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie.

Zehn Unternehmen aus verschiedenen Branchen stellten 20 Ausbildungsberufe vor. Dabei war das Spektrum der Auswahl sehr groß. Egal ob Verfahrensmechaniker, Veranstaltungskaufmann, Anlagenmechaniker oder Erzieher. Für jeden war etwas dabei. Vor allem war für jeden etwas Neues dabei.

Zwei türkische Schülerinnen erkundeten gemeinsam den Beruf des Elektronikers für Geräte und Systeme. Hier war handwerkliches Können gefragt. Man musste diverse Kabel nach einer Anleitung verbinden und den Stromkreislauf herstellen.

„Sowas hätten wir normal nie gemacht. Deswegen ist es toll, dass die Firmen sich so für die Schülerinnen und Schüler interessieren und Berufe zeigen, die man sonst nicht so wahrnimmt. Denn auch wenn einem der jeweilige Beruf nicht immer gefällt, hat man doch wieder eine neue Erfahrung gesammelt“, fassten die beiden ihren Tag zusammen.

Generell war die Resonanz von allen Seiten extrem positiv. Die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen erhielten einen direkten Einblick in die Berufe und konnten sich den Unternehmen präsentieren, die konnten wiederum schauen, ob Jugendliche besonders geeignet sind für eine Ausbildung – abseits von den Noten auf dem Papier.

„Das ist auch ein Weg, um direkt an Praktikumsplätze oder Schnuppertage zu kommen“, sagte Lisa Bäcker. „Hier können die Jugendlichen Fähigkeiten erkennen und zeigen, die sonst oft im Verborgenen bleiben“.

Kontakt:
Lisa Bäcker
T: 0211.6690822