Abschlussbericht: Düsseldorfer Tage der Studien- und Berufsorientierung 2017

Abschlussbericht
Düsseldorfer Tage der Studien- und Berufsorientierung 2017:

5.200 Schüler gingen auf Job- Schnuppertour - 260 Unternehmen, Hochschulen und Träger engagierten sich – 2018 finden die Tage vom 16.-21. März statt

Polina (13), eine Düsseldorfer Realschülerin, war begeistert. Sie besuchte im Rahmen der Düsseldorfer Tage der Studien- und Berufsorientierung (DTSBO) die Bäckerei Hinkel in der Altstadt und lernte mehrere Stunden den Beruf des Bäckers kennen. Polina war eine Schülerin von 5.200, die vom 31. März bis 5. April auf Job-Schnuppertour waren. Veranstalter sind die Kommunale Koordinierungsstelle der Landeshauptstadt Düsseldorf und das Kompetenzzentrum Düsseldorf Übergang Schule- Hochschule/Beruf.

Viele Schülerinnen und Schüler hatten ihre Berufsfelderkundungen im Rahmen der DTSBO 2017 über ein eigens für die Düsseldorfer Belange produziertes Onlinetool gemeinsam mit ihren Eltern und Klassenlehrern ausgewählt und gebucht. Auch die Schulen unterstützten mit ihren eigenen Unternehmenskontakten. Viele Schülerinnen und Schüler gingen aber auch selbst mit und ohne Eltern im Stadtteil auf die Suche. Projektreferentin Lisa Bäcker: „Die Unternehmen freuen sich, dass es einen so großen Andrang auf die Plätze gibt.“.

Die DTSBO sind mittlerweile ein fester Bestandteil aller Düsseldorfer Schulen und verbindlich für die 8. Klassen. In der Landeshauptstadt machen aber auch Schülerinnen und Schüler von der 9. bis 13. Jahrgangsstufe mit. „Wer von den Älteren mitmacht, entscheidet die jeweilige Schule“, erklärt Lisa Bäcker.

Die Veranstaltungen der DTSBO dauern vier bis sechs Stunden. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler oft von Auszubildenden begleitet und können auch selbst Hand anlegen: „Einen Reifen in der Werkstatt wechseln, den Chef interviewen oder halt auch ein Brötchen backen“, so Lisa Bäcker. „So erhalten die Jugendlichen erste Einblicke in wichtige Aufgaben und Tätigkeiten eines Berufsfeldes“.

Im kommenden Jahr finden die DTSBO vom 16.-21. März 2018 statt. Gregor Nachtwey, Chef der Kommunalen Koordinierungsstelle, hofft dann auf noch mehr Unternehmen, die sich beteiligen. Hilfestellungen gibt es viele für interessierte Betriebe: Checklisten, 100 Ideen für den Tag im Betrieb, mehrere Info- und Beratungs-Veranstaltungen für Unternehmen, Lehrkräfte und Eltern. Auch eine persönliche Ansprache per Email und Telefon ist möglich.

 

 

 

 

Stimmen aus den Unternehmen zu den DTSBO:

Jürgen van der Burgt, Ausbildungsleiter Daimler AG:
„Wir nutzen die DTSBO, damit uns die Düsseldorfer Schüler kennenlernen. Diese Tage sind eine gute Chance, die Technologie vorzustellen, Wissen zu vermitteln und Fragen im direkten Kontakt zu beantworten. Gleichzeitig haben wir die Chance, uns als Arbeitgeber zu präsentieren.“

Raymund Hinkel, Hinkel Bäckerei der Brotfreunde:
„Die junge Generation zeigte sich, wie immer, wenn man sie persönlich anspricht, ausgesprochen aufgeschlossen, interessiert und wissbegierig... Eine super Chance für die Zukunft.“

METRO Systems:
„Zum ersten Mal nahm in diesem Jahr die METRO Systems, die IT-Gesellschaft der METRO, an den Düsseldorfer Tagen zur Studien und Berufsorientierung teil.
Das Motto „IT zum Anfassen und Ausprobieren“ weckte das Interesse von über 25 Schülern.
„Die vergangenen beiden Tage zeigen, dass das Interesse für IT-Berufe groß ist. Die Schüler haben anschaulich erfahren, was IT mit Handel zu tun hat – und dass IT weit mehr als die Entwicklung von Computerspielen bedeutet. Die ersten Interessenten für Praktika haben sich bereits direkt nach der Veranstaltung gemeldet“, sagt Evelyn Lenz, verantwortlich für die Ausbildungsbetreuung.
„Wir haben bei unseren Mitmach-Experimenten an zwei Tagen begeisterte Gesichter gesehen, sowohl bei den Schülern als auch bei den Betreuern“, sagt Christian Jargon, Mitorganisator und Betreuer für die teilnehmenden Schüler.
Die METRO Systems freut sich auf die nächsten Düsseldorfer Tage zur Studien- und Berufsorientierung.“

Ute Allendorf, Dillenberg GmbH & Co KG
„Wir machen immer mit, keine Frage: eine gute Gelegenheit, für unser Unternehmen und unsere Ausbildungsberufe zu werben. Die Unterstützung durch die Organisatoren ist ideal: alle Rückfragen werden immer sofort gelöst.“

Winfried Keul, Bildungsgangleitung „Vermessungstechnik/Geomatik“, Albrecht-Dürer-Schule (Berufskolleg)

„Der Infotag an der Albrecht-Dürer-Schule (im Bildungsgang Vermessungstechnik) war wieder ein voller Erfolg. Ich glaube, dass wir die Schülerinnen und Schüler durch praktische und theoretische Beiträge umfassend und kurzweilig über das Berufsfeld der Geoinformationstechnologie informieren konnten. Schönen Dank an dieser Stelle noch einmal für ihre organisatorische "Vorarbeit".“

Melanie Stoiber, Breidenbacher Hof, a Capella Hotel  

„Durch die Düsseldorfer Tage der Studien- und Berufsorientierung können wir als Unternehmen in den direkten Dialog mit dem potenziellen Nachwuchs treten und ihm die Vielfältigkeit der Hotellerie näherbringen. Sich auf persönlicher Ebene auszutauschen und Erfahrungen und Erlebnisse der Hotellerie mit interessierten Schülern zu teilen, ist für uns die schönste Art, junge Menschen für unsere Branche zu begeistern“

700 Schüler lernen ihre Stärken kennen

Unter dem Motto "komm auf tour 2017" wurde jetzt in Düsseldorf der bekannte Stärkenparcour gestartet. 700 Schülerinnen und Schüler besuchen das Berufsorientierungsprojekt in dieser Woche. Die lokale Durchführung hat wie immer unsere Stiftung übernommen. Unser Bild zeigt in der "Sturmfreien Bude" Stadtdirektor B. Hintzsche und K. Kühnast, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit in Düsseldorf, beim "Betten machen".

Die besten Düsseldorfer Schulen 2017

Am 6. März 2017 wird der Vodafone-Campus zum größten Klassenzimmer Düsseldorfs, wenn die vier besten Schulen der Stadt ausgezeichnet werden mit dem "Berufswahlsiegel" der Stiftung Pro Ausbildung. Vor 15 Jahren wurde diese Zertifizierung in Düsseldorf erfunden - mittlerweile ist dieses Gütesiegel das größte deutsche Schulprojekt mit 35 Schulen in Düsseldorf und 1485 Schulen in Deutschland.

Diese besten Schulen Düsseldorfs im Bereich präventive und stärkenorientierte Studien- und Berufsorientierung haben sich einem intensiven Zertifizierungsprozess unterzogen mit einer schriftlichen Bewerbung und einem Audit direkt vor Ort in der Schule.

Das Berufswahlsiegel erhalten:
•    Freiherr-vom-Stein-Realschule (Re-Zertifizierung)
•    Georg-Schulhoff-Realschule (Re-Zertifizierung)
•    GHS Benrath (Re-Zertifzierung)
•    Berufskolleg Bachstraße (Erst-Zertifzierung)

Das Berufswahl-SIEGEL ist gültig für drei Jahre. Anschließend können sich die Schulen wieder rezertifizieren lassen.
Dieses Gütesiegel ist ein Zertifikat für Schulen, die in vorbildlicher Weise ihre Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt vorbereiten und ihnen den Übergang ins Berufsleben erleichtern.

Die Zertifizierung wurde durch eine Jury, die aus Vertretern aus Unternehmen, Arbeitgeberverbänden, Kammern, Schulaufsicht, Lehrkräften, Auszubildenden, Eltern, Gewerkschaften etc. besteht, durchgeführt. Das SIEGEL ist ein sichtbarer Ausweis für Qualität im Feld der Studien- und Berufsorientierung.

Rückfragen bitte an:
Eva Deckers
0211.6690822
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Fachräfte für morgen

Die Wirtschaft und die Unternehmen in Düsseldorf brauchen Fachkräfte, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Bausteine in unseren Schulen wie die Potentialanalyse (in der 8. Klasse), die Praxisphasen, das erste Praktikum (in der 9. Klasse) und die Berufsfelderkundungen (BFEs, in Düsseldorfer ab der 8. Klasse) unterstützen dabei. Die Idee dabei: Keine Schülerin und kein Schüler soll künftig die Schule verlassen, ohne zu wissen, was sie oder er kann, was zu ihr oder zu ihm passt und wie es weitergeht: zum Beispiel mit einer dualen Ausbildung, einem Studium oder dem Besuch einer weiterführenden Schule.

Los geht's offiziell in der 8. Klasse, wobei viele Schulen auch schon vorher mit dem Thema Berufsorientierung starten: stärkenorientiert und eher spielerisch, aber immerhin. In der 8. nehmen die Schüler an Potenzialanalysen teil, die ihnen ihre Interessen und Stärken widerspiegeln. Daraus ergeben sich erste Hinweise auf passende Berufsfelder, die die Jugendlichen in einem Unternehmen erleben und überprüfen sollen. Berufsfelder ordnen und fassen ähnliche Ausbildungsberufe zusammen. Grundlage sind 16 Berufsfelder (z. B. Wirtschaft/ Verwaltung, Metall/ Maschinenbau, IT/ Computer) von denen jeweils  verschiedene in der betrieblichen Praxis erkundet werden sollen.

In Düsseldorf laufen die Berufsfelderkundungen unter dem Markenzeichen "Düsseldorfer Tage der Studien- und Berufsorientierung". Die Stiftung Pro Ausbildung unterstützt dabei mit ihrem "Kompetenzzentrum Übergang Schule/Hochschule-Beruf". Unternehmen, die Plätze für Berufsfelderkundungen anbieten, positionieren sich damit als potenzielle Ausbildungsbetriebe und bekommen einen schnellen und einfachen Zugang zu Jugendlichen.

BFEs dauern zwischen 4-6 Stunden und werden begleitet durch Ausbilder oder Auszubildende. Schüler nehmen einzeln oder in Gruppen teil. Sie erhalten dabei Einblicke in wesentliche Aufgaben und Tätigkeiten eines Berufsfeldes, werden aktiv beteiligt und erhalten praxisnahe Informationen über Ausbildungsangebote und Entwicklungswege im Unternehmen.

Grundsätzlich orientiert sich der Ablauf einer Berufsfelderkundung an den Möglichkeiten des Unternehmens. Betriebe, die mitmachen möchten, müssen sich registrieren und können ihre Angebote verbindlich in ein Onlinetool eintragen. Die Schüler buchen dann die Termine ebenfalls verbindlich.

Da es sich um eine Schulveranstaltung handelt, unterliegen Berufsfelderkundungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie werden rechtlich wie Schülerbetriebspraktika geregelt. Die Jugendlichen sind auf dem Hin- und Rückweg sowie während der Berufsfelderkundung unfallversichert.

Informationen gibt es bei der Stiftung Pro Ausbildung unter 0211.6690822, www.berufsorientierungstage.de.

Die landesweit erste lokale Praktikumsbörse für Schulen geht in Düsseldorf an den Start

Praktika dienen Schülerinnen und Schülern zur Berufsorientierung und bieten Betrieben die Möglichkeit, Auszubildende oder Mitarbeiter frühzeitig kennenzulernen. Die neue Düsseldorfer Praktikumsbörse www.deinschulpraktikum.de bringt die Nachfrage suchender Schüler mit Angeboten der Betriebe zusammen. Unternehmen können sich auf einfache Weise registrieren und freie Praktikumsplätze anbieten.
 
Unter der Federführung der Stadt Düsseldorf, der Stiftung PRO AUSBILDUNG und unter enger Mitwirkung von IHK, Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft, Unternehmerschaft Düsseldorf und Arbeitsagentur Düsseldorf wurde ein Portal errichtet, das ausschließlich schulische Praktika vermittelt. Als Pilotschulen wurden acht Düsseldorfer Hauptschulen ausgewählt, die nun bis zum Sommer die Börse nutzen, bevor sie dann für alle Düsseldorfer Schulen und Schulformen geöffnet wird.
 
Die neue Onlinebörse ist die erste lokale Plattform ihrer Art in Nordrhein-Westfalen. Sie soll Jugendliche und Unternehmen künftig noch zielgerichteter zusammenbringen. Betriebe, die ihre freien Plätze dort einstellen, werden besser wahrgenommen und können damit für sich werben. "Die Börse erleichtert die Berufsorientierung durch die Suche passender Praktikumschancen, unterstützt die Fachkräftegewinnung und verbessert den Service für Schüler und Betriebe", betonte ein Sprecher der neuen Initiative.